In einem Unternehmen stehen die Personen an der Spitze, die am besten für diese Position geeignet sind. Überhaupt werden in der freien Wirtschaft Ämter, Posten, Positionen nach Leistungen, Kompetenz und ab und zu auch nach Schleimerei besetzt. Ackermann, Zumwinkel, Mehdorn & Co. sind zwar lebende Beispeile, dass nicht nur Können zu hohen Positionen gehört, sondern auch Korruption und vor allem der Wille Macht zu erlangen und auszuüben.
Trotzdem sind diese Menschen nicht ohne Grund, vor allem nicht ohne Prüfung an diese Positionen gelangt. Egal ob es der Deutsche Bank Aufsichtsratsvorsitzende oder dessen Sekretärin ist. Beide werden hinsichtlich ihrer Eignung für diese Anstellung getestet und ausgewählt.
Warum aber wird eine solche Prüfung nicht auch bei einer viel wichtigeren Position/Berufung, als der Vorsitz der Deutschen Bank, oder Bahn angewendet? Dem Lehrer?

Der Lehrer prägt, bildet, oder auch nicht, und bestimmt im großen Maße über die Fähigkeiten, die Psyche und die Zukunft seiner Schüler. Also von mir, meinen Freunden, und unseren Kindern, dem wichtigsten Gut unserer Gesellschaft.
Trotzdem werden an Lehrer, und solche die es werden wollen, kaum Anforderungen gestellt.
Na klar, sie müssen die Universitätsprüfngen ihrer Fächer bestehen, aber das ist mit ner Portion Fleiß und einer 4,0 auch getan.
Logisch, sie müssen auch Pädagogikvorlesungen hören, aber deshalb werden aus ihnen noch lange keine guten Pädagogen.
Ok, sie absolvieren auch Referendariate und werden da geprüft, aber auch dort reicht eine 4,0 und ich habe gesehen welche Leistungen eine 2,5 rechtfertigen können.
Nichtsdestotrotz werden Menschen zu Lehrern „ausgebildet“, die diesen Beruf NIEMALS ausüben sollten, weil sie damit nur Kindern schaden können, ob aus didaktischen, fachlichen oder persönlichen Gründen. Aber es werden immer Lehrer gebraucht, also werden auch schlechte eingestellt, und wirklich entlassen kann man sie auch nicht, sondern sie werden von Schule zu Schule gereicht.
Ich hatte unheimliches Glück mit meinen Lehrern, und hoffe dass dies vielen so geht, aber es wird Zeit, dass nicht mehr jeder Lehrer werden kann. Sondern dass für diesen, einen der wichtigsten Berufe überhaupt, nur wirklich taugliche Personen zugelassen werden!
„Das Schicksal einer Gesellschaft wird dadurch bestimmt, wie sie ihre Lehrer achtet.“
Karl Jaspers
Du sprichst mir aus der Seele
Nur will ich hinzufügen, dass für geeignete Lehrer, die diesen Berufswunsch unbedingt umsetzen wollen auch ein besseres Studium angeboten wird, als es im Moment der Fall ist. Damit auch Lehrer aus Ihnen werden, und nicht nur Fachmonster…
Von: Jan Drechsler am Juni 12, 2009
um 4:32
ps.: titel fehlt.
Von: Jan Drechsler am Juni 12, 2009
um 4:30
danke für den Hinweis.
Du ahst schon Recht , dass das Studium verbessert werden sollte, komischerweise wird das oft bei den ganzen „Reform“-Schreiern vergessen, obwohl es doch eine der größten Ursachend es Problems ist.
Warum müsen schließlich die LMU Lehramtler eine Philosophievorlesung hören und dabei die Griechen und Kant durchkauen, das hilft ihnen nur selten pubertäre, verpickelte Teens zu bändigen!
Von: manfredthurm am Juni 13, 2009
um 9:57
Gerade erst entdeckt, was Du hier für ein Quatsch schreibst. Dabei mein ich nicht den Artikel (der ist gut), sondern den folgenden Kommentar.
Denn wenn Lehrer sich keine Gedanken über Gesellschaftsentwicklungen und Zusammenhänge (Soziologie und im weiteren Philosophie) machen, dann brauche ich mich über nichts mehr wundern.
Müssen ist vielleicht nicht schön, schön wäre, sie würden wollen.
Vielleicht ist es dafür dann auch nötig, dass sie nicht müssen. (I don’t know)
Aber gerade die Griechen könnten lehren, dass es gar nicht das Ziel sein muss, verpickelte Teens zu bändigen – im Gegenteil.
Von: michaelthurm am Juli 28, 2009
um 10:43