Was braucht ein Kind, wenn es aufwächst? Was müssen seine Eltern ihm geben, damit aus ihm wird, was werden kann, es lernt, was es lernen sollte? Der Film „Ich bin Sam“ stellt diese Frage überspitz: Kann ein alleinerziehender Vater ein Kind großziehen, wenn sein eigener geistiger Entwicklungsstand dem eines Siebenjährigen entspricht? Kann er damit umgehen, dass seine Tochter immer klüger als er selbst wird? Kann er ihr bei den Hausaufgaben helfen, bei Fragen zur großen weiten Welt, wenn sie älter und erwachsen wird?
Natürlich kann ein geistig Behinderter seinem Kind keine Matheaufgaben erklären, wenn er gerademal Kaffee kochen kann. Und er wird auch mit seinem Beruf nicht besonders viel Geld verdienen, um Nachhilfe, eine große Wohnung und weite Reisen bezahlen zu können. Aber braucht ein Kind das überhaupt? Muss man aus diesem „Mangel“ ein Kind seinem Vater wegnehmen und in Pflegefamilien stecken? Sollten Staat oder besser Gesellschaft nicht vielmehr helfend zur Seite stehen, auch wenn es Zeit, Kraft und Geld kostet?
Doch zurück zur ursprünglichen Frage: Was braucht ein Kind von seinen Eltern, was kann es erwarten?
Es braucht nicht immer das Beste und Teuerste, die dritte Playstaytion, das zweite Handy. Ein Kind braucht Kleidung, Bücher, Dinge zum Leben und ab und zu etwas sinnloses, aber keinen Überfluss, aber es hat auch keinen Mangel (im Sinne von wirklich fehlen) verdient. Ein Kind kann von seinen Eltern nicht erwarten, dass sie alles wissen und ihm alle Frage beantwortet, aber es kann erwarten, dass sie es unterstützen, wenn das Kind selbst die Antwort sucht. Ausbildung (im Sinne von Wissen, Fakten, 1mal1) bekommt es in der Schule, der Universität, von Menschen, deren Beruf es ist, Wissen zu vermitteln. Aber Bildung (und zwar wirkliche Bildung) wird einem Kind von seinen Eltern vermittelt. Ein Kind kann von seinen Eltern erwarten gelehrt zu werden, wie man lernt, wie man höfloch, gutmütig, geduldig ist. Es braucht Werte, die eine Schule nicht vermitteln kann und deren Aufgabe dies auch nicht sein sollte.
Ein Kind, daß ermutigt wird, lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem man mit Tolleranz begegnet, lernt Geduld.
Ein Kind, daß gelobt wird, lernt Bewertung.
Ein Kind, daß Erlichkeit erlebt, lernt Gerechtigkeit.
Ein Kind, daß Freundlichkeit erfährt, lernt Freundschaft.
Ein Kind, daß Geborgenheit spührt, lernt Vertrauen.
Ein Kind, daß geliebt wird, lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.
Aber ein Kind, daß ständig kritisiert wird, lernt zu verdammen.
Aber ein Kind, daß geschlagen wird, lernt selbst zu schlagen.
Aber ein Kind, daß verhönt wird, lernt Schüchternheit.
Aber ein Kind, daß Ironie ausgesetzt wird, bekommt ein schlechtes Gewissen.
Doch was ein Kind am meisten von seinen Eltern erwarten kann ist geliebt zu werden, und dass Zeit mit ihm verbracht wird. Sean Penn stellt es in dem Film natürlich aus filmischen Gründen besonders intensiv dar, wie sehr er seine Tochter vermisst und liebt, aber es ist genau das, was ein Kind braucht. Es muss kein Elternteil seine Karriere aufgeben und nur noch Zeit mit seinem Kind verbringen, man kann sein Kind auch mit nur wenigen Stunden/Minuten/Tagen zeigen, wie sehr man es liebt……
ALL YOU NEED IS LOVE





ABER dass neuerdings ständig irgendwelche Firmen anstatt, wie es sich gehört, ordentliche Anzeigen zu schalten ihre Werbung wie Artikel gestalten ist echt eine Frechheit. Im aktuellen Fokus bauchpinselt sich Siemens zum wiederholten Male, diverse Ministerien legen in SZ und Co. gern mal ein Paar selbstlobende Beilagen ein und nun hat auch noch die Atomindustrie angefangen: Im der aktuellen Brand eins sind

Bloggen, twitter, flickern, Facebook, Studivz, Lokalisten, ICQ, MSN, SMS, wir schreiben, reden, posten, laden hoch und runter. Die internetaffine Generation schüttet ohne Unterlass Milliarden von Informationsfetzten in unzähligen Bytes ins Internet. Fotos von der letzten Party, die aktuelle Befindlichkeit (mein Bauch krabbelt), die damit verbundene Aktion (kratz mir den Bauch), Liebesbriefe, das bedeutungslose HDL und Schatzi unter jedes Bild kommentieren. Jeder muss sich mitteilen, als würde sein Leben davon abhängen gehört zu werden. Statusmeldung über Statusmeldung, wer zum Teufel will wissen welchem Filmstar irgendeine entfernte Freundin am meisten ähnelt? Das weltweite Netz hat uns weltweite möglichekiten geschaffen zu komunizieren: Ich schreibe einen Blog und chatte parallel mit Leuten in Kroatien und am Stachus, theoretisch könnte ich noch über Skype meine Mutter anrufen und per Facebook meinen Bruder nerven.