Der Durchschnittsstudent hat pro Semester so 5 bis 10 Vorlesungen und dementsprechend viel Skripte. Als ich Mathe studiert habe, waren am Ende des Semesters locker 8 Blöcke vollgeschrieben, für die Skripte sind dabei ein großer Stehordner draufgegangen. Bei BWL ist es ein wenig anders: Wir schreiben nicht selbst mit, man kann sich alles ausdrucken, bzw gedruckt kaufen. Ist schön, weil man sich auf das Gesagte konzentrieren kann und alles schön sauber ist. Allerdings haben meine Kommilitonen nun ein Problem: Es heißt man soll nicht nur rumsitzen, nur zuhören ist aber langweilig, und die meisten Dozenten fügen den Skripten selten essentielle Informationen hinzu. Also schnappen sie sich ihren letzten Rest des schulischen Methodentrainings und färben ihre Texte mit Neonfarbstiften ein oder unterstreichen alles was der Prof unterstreicht.
Also schnappen sich nun die Studenten (vornehmlich Frauen) ihre fünf Farben und markieren alles was ihnen unter ihre manikürten Finger gerät: Überschriften gelb, Paragraphen blau, Unterpunkte grün, …..
Aber damit nicht genug: Nicht dass nur das WICHTIGSTE markiert wird, nein eigentlich überleben nur vereinzelte Präpositionen, Verben und Füllwörter den Neuanstrich. Wie soll man denn da noch essentielle Informationen herauslesen, geschweige denn diese lernen können? Ganz sympatisch sind vor allem jene Mädels, die, bevor der Dozent am entsprechenden Punkt angelangt ist, also sobald er das erste Wort einer neuen Seite ausspricht schon das ganze Blatt eingefärbt haben – liest du nocht, oder markerst du schon?
Noch viel toller war dann nur das Mädchen in Controlling vor mir: Man nehme
- drei
- Stichpunkte
- wie hier
und was macht sie? Nachdem Herr Friedl neben die drei Punkte einen Pfeil macht, um zu verdeutlichen, dass er ihn bespricht, macht sie auch einen Pfeil: Denkst du noch – oder fukntionierst du schon?
In diesem Sinne…







ABER dass neuerdings ständig irgendwelche Firmen anstatt, wie es sich gehört, ordentliche Anzeigen zu schalten ihre Werbung wie Artikel gestalten ist echt eine Frechheit. Im aktuellen Fokus bauchpinselt sich Siemens zum wiederholten Male, diverse Ministerien legen in SZ und Co. gern mal ein Paar selbstlobende Beilagen ein und nun hat auch noch die Atomindustrie angefangen: Im der aktuellen Brand eins sind
